Straßensaison 2026 – erfolgreich eröffnet!

Endlich ist es wieder soweit: Die Straßensaison ist eröffnet – und bereits in vollem Gange! Angefangen mit dem Eichsfelder Radsporttag in Esplingerode konnte zunächst unser Nachwuchs unter der Aufsicht von Jugendtrainer Ole Geisbrecht erste Erfolge erzielen. Beginnend mit den Jüngsten, müssen wir nicht nur von Joris Töller reden, der direkt auf einen tollen Rang 2 in der U13-Klasse fahren konnte. Auch Benjamin Rebenstorff konnte als 3. der Schüler U11 das Podest besteigen, sein Bruder Maximilian wurde in der U13 Achter. Viktor Rinn und Tobias Naumann sorgten für starke Leistungen in der Klasse der Schüler U 15: Während Tobias auf Rang 6 ins Ziel fahren konnte, sprintete Viktor zu Platz 3. Das erste Radrennen überhaupt stand für U17-Neueinsteiger Jannis Bruhns an. Zusammengelegt mit dem Rennen der Frauenklasse, musste er sich direkt daran gewöhnen, die verschiedenen Rennklassen in einem Hauptfeld auseinanderzuhalten. Das gelang von Anfang an gut – Jannis hielt sich immer an die blau-gelben Trikots unserer bereits erfahreneren Frauen und konnte so zu einem starken dritten Platz in der Jugendklasse navigieren!
Gewohnt souverän unsere Frauen: Zusammen mit ihrem Team Maxwatt gestartet war die Teamtaktik für Finja Wicke und Wiebke Rodieck direkt klar: Das Feld zusammenhalten und den Sprint für Teamkollegin Katharina Hinz anziehen. Doch der finale Schachzug sah anders aus: Wiebke fuhr wie geplant als erste durch die letzte Kurve, rund 1,5 km vom Ziel entfernt. Katharina hatte jedoch gesehen, dass sich dahinter eine kleine Lücke bildete und fuhr das Loch bewusst nicht zu, sodass Wiebke diese Lücke sah und bewusst vergrößern konnte. Einen Kraftaufwand von zwei Minuten später konnte Wiebke als Siegerin jubelnd den Zielstrich überqueren – Katharina wurde Dritte und Finja gelang mit Platz 5 ebenfalls ein gutes erstes Ergebnis des Jahres.
Die beiden Männerrennen der Amateure und Elite-Amateure über 65 Kilometer wurden separat voneinander gestartet. Bei den Amateuren war von Erfahrung und Siegambition bis Neugier und Aufregung vor dem ersten Radrennen alles dabei. Bei Jasper Lund herrschte vor allem letzteres – kein Wunder, fuhr er doch das erste Lizenzradrennen seines Lebens. Die ersten Kilometer im Überlebenskampf, gewöhnte er sich jedoch schnell an das Fahren im dicht gepackten Fahrerfeld, konnte viel dazulernen und beendete seinen ersten Renntag so mit dem Erreichten aller gesteckten Ziele. Für Falk Beuermann und Thies Glenewinkel ging es vor allem eins: Den Sieg. Und dies stellten sie auch eindrucksvoll unter Beweis: Genau wie zuvor geplant verhalf Thies Falk in der letzten Runde in eine gute Position, Falk eröffnete kurz vor Ziel den finalen Sprint und konnte tatsächlich das erste Rennen des Jahres für sich entscheiden. Thies rollte trotz Helferarbeit noch als guter 6. über den Zielstrich. Jakob Fuchs wurde im hier eingelagerten Rennen der Junioren U19 10.


Bei den Elite-Amateuren sollten alle Attacken pariert und der Sprint für Maxwatt-Fahrer Björn Ernst vorbereitet werden. Dies gelang bis kurz vor Ziel sehr gut, dann fuhr eine Spitzengruppe mit den Topfavoriten dem Feld davon – vom Team mit dabei: Aaron Schulze. Aaron konnte am Ende auf Rang 5 fahren, Björn kam im Sprint des Feldes auf Rang 2, was den 7. Gesamtrang bedeutete, 2 Plätze vor Philipp Ulke. Lenny Brinkmann schied in seinem ersten Rennen für das Team leider durch Defekt aus.

Bereits eine Woche später stand mit dem Rennen in Herford ein weiterer Klassiker auf dem Programm. Und wie so oft liegen Freud und Leid dicht beieinander. Esplingerode-Sieger Falk war der erste der Kategorie Leid: Gehörte er noch zu Rennmitte zum deutlich ausgedünnten Fahrerfeld, das am Ende um den Sieg fuhr, rutschte er in einer noch nassen Kurve weg, stürze und musste seine Siegchancen am Horizont verschwinden sehen. Immerhin – keine größeren Verletzungen und Schäden am Material. Jasper Lund wurde Opfer der Ziehharmonika-Effekte und teilweisen Stürze und musste das Rennen vorzeitig beenden. Ebenso das Bild bei den Elite-Amateuren. Hier erwischte es den Maxwatt-Fahrer und seit Jahresbeginn neuen Blau-Gelben Lasse Nasebandt leider ebenfalls mit einem Sturz – er stieg nach einem Pedalaufsetzer ungeplant über den Lenker vom Fahrrad, zog sich eine Rippenserienfraktur und Schäden an Schulterblatt und Bändern zu, Gehirnerschütterung inklusive.
Im weiteren Rennverlauf kam es erneut zu folgenschweren Stürzen, sodass das Rennen nach etwa zwei Dritteln der zu fahrenden Distanz abgebrochen werden musste.

Erneut eine Woche später waren die Männerfahrer des Teams Maxwatt in Breitenworbis am Start. Auf dem leicht hügeligen Rundkurs wurde direkt ab der ersten Runde attackiert. Und diese hatten sofort Erfolg: Vorbereitet durch einen Angriff von Sascha Opolka wurde das Rennen schnell, sodass Philipp Ulke dies mit zwei weiteren Fahrern nutzen und schnell eine größere Lücke herausfahren konnte. Im weiteren Rennverlauf gesellten sich zwei weitere Fahrer dazu und es wurde schnell klar, dass die Gruppe um den Sieg fahren würde. Philipp hielt sich bedeckt und zeigte nicht alles was er konnte – was leider der Realität auch relativ nahekam. Die Angriffe der letzten 10 Kilometer konnten noch neutralisiert werden, aber am Ende fehlte im Sprint etwas die Kraft, sodass er auf einen trotzdem noch sehr respektablen 4. Platz fahren konnte. Im Sprint des Hauptfeldes kam Lenny auf Rang 18. Jan Warnecke gefiel der 4. Platz von Philipp so gut, dass er im Rahmen des Jedermannrennens ebenfalls an dieser Stelle das Ziel erreichte.

Auch U15-Fahrerin Neele Köbe sitzt bereits wieder im Rennsattel: Beim Rennen in Ahrweiler am Ostermontag musste sie sich mit den Jungs ihrer Altersklasse in einem zusammengelegten Rennen messen. Dies funktionierte sehr gut, sie hielt sich im Feld der männlichen Kollegen und konnte so im Gesamtrennen auf einen guten 6. Platz fahren.

Am selben Tag waren die Frauen und Männer des Teams Maxwatt auf der beliebten Autorennstrecke am Bilster Berg im Einsatz. Bei bestem Wetter wurden zuerst die Frauen auf den hügeligen Kurs geschickt. In einem selektiven Rennen gelang Katharina Hinz als Dritte der Sprung auf das Podest, Finja Wicke wurde als einzige blau-gelbe Starterin starke 9.
Das Männerrennen wurde wie bereits in Herford von einem Sturz überschattet. Zum Ende der ersten Runde nutzen einige Fahrer die Chance einer kleinen Verengung der Strecke um sich ineinander zu verkeilen. Die Folge war eine Unterbrechung des Rennens nach ca. 20 Kilometern, da kein Rettungswagen für den Rest des Fahrerfeldes zur Verfügung stand und somit eine Weiterfahrt zu risikoreich wäre. Also warteten die Rennfahrer eine Stunde lang, bis sie zu einem 6 Runden langen „Sprintrennen“ erneut an den Start gingen. Philipp Ulke versuchte von der ersten Runde an zusammen mit Jan Warnecke alle Attacken zu kontern. Dies gelang zuerst sehr gut, es konnte sich jedoch niemand entscheidend absetzen. Als 2 Runden vor Ende die finalen Angriffe kamen, war bei beiden „der Ofen aus“ und sie fielen aus dem Hauptfeld zurück. Aaron Wehde hielt sich taktisch zurück, schwomm mit dem Feld in Richtung Ziel und konnte so einen beachtlichen 16. Rang im Sprint einfahren.

Etwas „off-topic“ noch unsere eisernen Läufer: Beim Hannover-Marathon vergangenen Sonntag standen mit Louis Wilhelm über die Marathondistanz, Inga und Wiebke Rodieck, Helge Mensching und Patrick von Amsberg über die Halbmarathondistanz, Holger Wilde und Jasper Schröder über die 10 Kilometer und Maxi Winterberg in der Staffel so viele Blau-Gelbe am Start wie vermutlich noch nie. Sie erreichten ihre jeweilig anvisierten Zeiten, sofern es denn welche gab. Marathonläufer Louis war zuerst etwas geknickt, eine Zielzeit von 3:14 Std ist jedoch definitiv aller Ehren wert!
Parallel lief unser Wahl-Österreicher Aaron Wehde den Halbmarathon in Graz, mit 1:19 Std ebenfalls in einer Topzeit!

Demnächst stehen dann aber wieder Radrennen an, am 3. Mai finden in Gesmold bei Melle die Landesmeisterschaften im Straßenrennen statt.

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