Strava Tagebuch

Das vergangene Wochenende markierte für den im Rennbetrieb verbliebenen Rest unserer Fahrer das Ende der Straßen-Saison. Ole Geisbrecht lies bei der Bahn-Sichtung im Ominum der U17er in Frankfurt/Oder die Saison mit vielen Attacken ausklingen, die leider oft erfolglos blieben. Trotzdem reichte es im B-Lauf des Punktefahrens noch für den dritten Platz, punktgleich mit den Plätzen 1 und 2. Besser lief es für René Kühnast in Bünde. Hier sein persönlicher Rennbericht:
„In der Klasse Männer Elite C, die zusammen mit den Senioren zeitgleich startete, musste ein Rundkurs von 1,3km 50 Mal bezwungen werden, sodass am Ende 65 km auf dem Zähler standen. Der Kurs verlief um den dortigen „Motorpark Wehen“, der Asphalt der nur schmalen Straßen war mit diversen Schlaglöchern versehen, sodass für mich klar war: „Hier musst du vorne fahren“. Das Rennen ging zügig los, das Feld dementsprechend langgezogen. Bei km 10 bis 12 des Rennens erinnerte ich mich noch an Hendriks Aussage, die Attacken zum richtigen Zeitpunkt zu setzen. Ich konterte tatsächlich eine Attacke und konnte eine Lücke reißen. Es schlossen dann relativ schnell zwei Seniorenfahrer auf, der spätere Sieger der Senioren Roman Nowak und sein Kollege aus Gütersloh. Der Abstand zum Feld betrug lange nur 10 bis 15 Sekunden, nach 5 Runden zu dritt war der Bann aber gebrochen, sodass wir den Abstand kontinuierlich ausbauen konnten und nach ca. 35 Runden das Feld überrundeten. Die Harmonie zwischen uns dreien hat gestimmt. Ich war auch froh, dass das Feld eingeholt wurde, da die Seniorenfahrer nach 40 Runden das Rennen beendeten. Das hätte sonst für mich eine Weiterfahrt für 10 Runden allein bedeutet. Jetzt war mir klar, dass ich einfach mit dem eingeholten Feld ohne Defekt ins Ziel rollen muss, um den Sieg zu bekommen. Zwar konnte der spätere Zweitplatzierte dem Feld noch mit ca. 20 Sekunden entwischen, aber an meinem Sieg war nicht mehr zu rütteln. Für mich war es ein schöner Saisonabschluss.“

Und das alles mit seinem 15 Jahre alten Giant-Rennrad, ein klarer Fall von „Kondition statt Carbon“.

Außerdem begann für Silas Kuschla endlich wieder die Cross-Saison. Auch er hat in einem schönen Rennbericht seine vergangenen 2 Wochenenden zusammengefasst: „Vor 14 Tagen fuhr ich die ersten zwei Rennen in Belgien. Vorselaar und Fort Koningshooikt waren für belgische Verhältnisse zwar kleine Rennen, von der Aufmachung her aber größer als eine Deutsche Meisterschaft. Am Samstag war es schwierig, sich in dem 70 Fahrer großen Feld nach vorne zu arbeiten. Bis zur dritten Runde kämpfte ich mich stätig durch das für mich ungewohnt große Fahrerfeld. Ende der Runde stürzte ich leider, woraufhin ich das Rad wechseln musste. Ich fiel zurück und belegte Platz neun des jüngeren Jahrgangs. Am Sonntag startete ich in Fort Konigshooikt erneut von hinten. Nach einem guten Start fiel mir allerdings die Kette herunter, woraufhin ich kurzeitig abgeschlagen Letzter war. Ich fuhr meinen Rhythmus weiter und arbeitete mich Position um Position nach vorne. Somit belegte ich am Ende den vierten Platz des jüngeren Jahrgangs. Am letzten Freitag startete ich in Cloppenburg in die deutsche Crosssaison. Das Nachtrennen unter Flutlicht bot den Fahrern und Zuschauern ein actionreiches Erlebnis. Nachdem ich in der zweiten Runde einen Vorderradschaden durch eine Reißzwecke erlitt, fiel ich bis zum Radwechsel zurück. Ich arbeitete mich auf dem engen und technisch anspruchsvollen Kurs nach vorne und erreichte elf Sekunden hinter Ben Laatsch den zweiten Platz. Am Sonntag stand der erste Deutschland Cup Lauf in Bad Salzdetfurth an. Das Rennen lief für mich nicht optimal. Vom Start an fiel ich immer weiter zurück und zwei Runden vor Schluss war die Luft endgültig raus. Das Ziel erreichte ich auf dem neunten Platz. An diesem Tag konnte ich mein Ziel in die Top drei zu fahren nicht verwirklichen.“

Nachtrag zum Wochenende davor: Wie in jedem Jahr markierte auch dieses Mal wieder das 4er Mannschaftszeitfahren rund um den Brelinger Berg den Saisonabschluss für 4 unserer Fahrer. Diesmal mit dabei: Hendrik Eggers, Maxi Winterberg, Louis Wilhelm und Helge Mensching. Auf dem 51km langen Kurs fuhren sie von Anfang an ein hohes Tempo, leider zu hoch: Nach etwa 10km stürzten Hendrik und Maxi in einer Kurve, die anderen beiden kamen heile durch, mussten aber warten, da nach dem dritten Fahrer die Zeit genommen wird. Maxi konnte durch Defekt leider nicht weiterfahren, also musste der Rest der Strecke zu Dritt absolviert werden. Trotz des Zeitverlusts und einem Fahrer weniger reichte es dennoch für einen guten 6. Rang.

Am selben Tag fand außerdem unsere Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren der U17 auf der Kananoher Straße statt. Wie schon im letzten Jahr lief alles reibungslos und ging ohne größere Probleme über die Bühne. Einzig die Fahrerinnen und Fahrer mussten starkem Wind und kalten Temperaturen trotzen. An dieser Stelle gratulieren wir ganz herzlich Hannah Buch (Tuspo Weende, U17 weiblich) und Moritz Kärsten (Osterweddingen, U17 männlich) zu den Meistertiteln. Wir freuen uns schon, auch im nächsten Jahr die Deutsche Meisterschaft ausrichten zu dürfen!