Strava Tagebuch

Mit den Deutschen Meisterschaften im Einer Straßenfahren wurden in Bruchsal die letzten Titel des Jahres für die Straßenfahrer vergeben. Bereits am Samstag wurde Kritik laut, der Kurs sei mit Passagen über Radwege und mit einer Wende versehen zu gefährlich für große Fahrerfelder. Es sollte sich am Ende jedoch (fast) alles fügen.

Bereits am Sonntagmorgen waren die Schüler U15 an der Reihe. Die Blau Gelben Farben wurden durch Max von Amsberg und Tino Melde vertreten. Mit über 100 Mitstreitern ging es auf den 12,4 km langen Rundkurs. Leider gab es früh im Rennen einen Sturz mit Max, der das Rennen beenden musste und zur Beobachtung ins Krankenhaus kam. An dieser Stelle wünschen wir Max gute und schnelle Besserung! Tino fuhr solange es ging im Feld mit und kam als 55. ins Ziel.
In der Altersklasse der Jugend U17 gingen wir mit 3 Rennfahrern ins Rennen. Neben Jasper Schröder und Tom Köbernik stand auch Erstjahresfahrer Tom Luis Lehmeier bei seiner ersten nationalen Straßenmeisterschaft am Start.

Für ihn ging es hauptsächlich darum, Erfahrungen in großen, mit allen Topfahrern gespickten Fahrerfeldern zu sammeln. Tom Köbernik verlor leider durch einen unglücklichen Defekt viel Zeit und Kräfte und konnte so nicht weiter in die Rennentscheidung eingreifen. Im durch viel Wind und Attacken weit auseinandergezerrten Rennen fuhr Jasper immer wachsam in der ersten Verfolgergruppe, sodass er nie den Überblick über das Geschehen verlor. Vor allem in der zweiten Rennhälfte versuchte er immer wieder mit seinen Attacken die verbliebene Gruppe zu sprengen. Jasper beschreibt das so:

„Technisch war es eine sehr anspruchsvolle Strecke. Es gab viele schwierige Kurven und es ging eigentlich nur berghoch - und runter. Das Feld war sehr schnell geteilt und es wurden immer weniger Fahrer, die im Feld blieben. 2 Mann hatten sich relativ früh abgesetzt, dahinter formierte sich eine Gruppe aus ca. 15 Fahrern, unter anderem mit mir. Diese Gruppe lief nicht wirklich gut und so blieb die Lücke zur Spitze relativ gleich groß. Zur Hälfte des Rennens probierte ich es einmal mit einer Attacke, wodurch wir nur noch mit 6 Fahrern unterwegs waren. 2 Runden vor Schluss versuchte ich es zweimal, das Tempo zu erhöhen und so waren wir nur noch mit 2 Mann zusammen, bis es dann zum Zielsprint kam, den ich für mich entscheiden konnte.“

In der Tat waren Jaspers Attacken rennentscheidend. Immer wieder griff er an und dezimierte so das Hauptfeld, bis nur noch wenige Fahrer beisammen waren und er die perfekte Ausgangssituation für seine verdiente Medaille hatte. Herzlichen Glückwunsch Jasper!

Ähnlich aggressiv wurde das Rennen der Junioren U19 ausgetragen. Für uns ging Ole Geisbrecht in das 112 km lange Rennen, in dem es von vorne herein nur um Platz 2 hinter Marco Brenner ging. Immer wieder gingen die Angriffe los, es gab keinen Hügel der nicht als Sprungbrett dienen sollte. Ole fuhr sehr aufmerksam weit vorne im Feld um nichts zu verpassen und den Stürzen zu entgehen. In der zweiten Runde dann bildete sich die entscheidende Gruppe, Ole war gut positioniert, es fehlten ihm jedoch am Ende wenige Meter um den Anschluss zu finden. Nichtsdestotrotz war das Hauptfeld durch die zahlreichen Angriffe erheblich geschrumpft. Ganz vorne fuhr Brenner sein eigenes Rennen und sorgte mit seinem 5-Minuten-Vorsprung dafür, dass das Rennen für das Hauptfeld um Ole und alle Fahrer dahinter um 2 Runden verkürzt werden musste. Als die Fahrer darüber informiert wurden, wurde es sofort wieder hektisch, denn sie waren plötzlich mitten im Finale. Ole konterte so viele Angriffe wie möglich und sorgte dafür, dass sich niemand aus seiner Gruppe lösen konnte. Bis zuletzt fuhr er zusammen mit Felix Dierking (RSC Oldenburg) durch die Führung, sodass die Gruppe an den verbliebenen Anstiegen weiter dezimiert wurde. Dies sorgte dafür, dass auf der Zielgeraden beinahe alle Fahrer einzeln ins Ziel kamen. Ole - noch im ersten Jahr U19 - wurde hervorragender 12. und damit bester Niedersachse. Damit kam er sogar auf den 5. Platz, wenn man nur den jüngeren Jahrgang betrachtet. Glückwunsch Ole!