Strava Tagebuch

Nachdem unsere Nachwuchsfahrer in letzter Zeit viele Kilometer bei Deutschen Meisterschaften abgespult haben, war nun auch Männerfahrer Hendrik Eggers an der Reihe. Bei den Deutschen Steher-Meisterschaften auf der Radrennbahn in Bielefeld startete er zunächst im Vorlauf, wo er sich gegen die starke Konkurrenz einiger KT-Fahrer nicht ganz durchsetzen konnte. Das B-Finale verlief dann jedoch deutlich erfreulicher, er setzte sich schnell an die Spitze des Rennens, kontrollierte es nach Belieben und erreichte mit dem Sieg dort den 8. Gesamtrang.

Gleich am nächsten Tag standen sowohl für Hendrik, als auch für unsere Nachwuchsfahrer Jasper Schröder (U17), Christopher Plenefisch und Matteo Oberteicher (beide U19) und Seniorenfahrer Michael Zwick die Landesmeisterschaften am Berg in der Nähe von Osnabrück auf dem Programm. Auf der gut 2 km langen Runde, auf der jeweils ein ca. 1 km langer Berg mit bis zu 10% Steigung erklommen werden musste, wurden die Fahrerfelder in allen Rennklassen schnell selektiert.

Jasper Schröder diktierte zusammen mit Elias Lanfermann (Lauenau) und Tom Köbernik (Buchholz) das Tempo, bis er angriff als sie nur noch zu dritt unterwegs waren. Zunächst konnte kein Fahrer folgen, nach und nach kam Elias jedoch näher und schloss auf. Einem späteren Angriff von Elias konnte er nicht ganz folgen, fuhr jedoch unbeirrt sein hohes Tempo weiter und sicherte sich so ungefährdet den Vize-Meistertitel. Auch bei den Junioren, die zusammen mit den Männern starteten, wurde das Rennen sofort schnell und es entwickelte sich ein Ausscheidungsfahren. Anfangs sah es nicht gut aus für unsere Fahrer, besonders Hendrik sah man die Strapazen des Vortags noch deutlich an und Matteo hatte in der ersten Runde ein Problem, das ich bis ganz ans Ende des Feldes beförderte. Christopher erwischte den Start aus einer hinteren Position, konnte sich jedoch lange halten und gab das ganze Rennen lang nie nach. Die Belohnung war der 4. Platz bei den Junioren. In der gleichen Klasse machte sich Matteo auf eine beachtliche Verfolgungsjagd, holte viele Fahrer ein und überrundete sie teilweise, was ihm am Ende den Vize-Meistertitel einbrachte. Ähnlich gut, wenn nicht noch besser lief es bei Hendrik. Gewohnt weit hinten startend, wurde das Rennen sofort schnell und er hatte Probleme den Anschluss nach ganz vorne zu halten. Nach und nach kam er besser in Tritt, wurde immer schneller und überholte viele Gruppen. Er hielt sich nie besonders lange in den Gruppen auf, sondern sprang direkt zur nächsten, bis er weit vorne angekommen war und am Ende seinen dritten Bergmeistertitel in Folge einfahren konnte!

 Louis Wilhelm war derweil im Triathlon auf ähnlich anspruchsvollem, wenn nicht noch bergigeren Terrain unterwegs, hier ein kleiner Rennbericht von ihm:

„Um kurz vor acht Uhr fiel heute Morgen der Startschuss zum 37. Allgäu-Triathlon mit Start und Ziel in Immenstadt. Die Distanzen der einzelnen Disziplinen orientierten sich dabei an einer Mitteldistanz (bzw. einem Ironman 70.3, auch Halb-Ironman), sprich:
1,9km Schwimmen, 84km Radfahren, 20km Laufen.
Die Wasserqualität des Alpsees war wieder sehr gut und die eigene Schwimmleistung solide. Damit waren die sehr wenigen Schwimmtrainings auch in diesem Jahr anscheinend wieder äußerst effektiv. 
Anschließend folgte das Radfahren. Der erste Berg ließ nicht lange auf sich warten und war mit einer Steigung von bis zu 20 % ein Vorspann auf die nächsten Kilometer. Leider brach bei mir um Kilometer 50 herum der Expander, sodass ich die darauffolgenden Abfahrten vorsichtiger in Angriff nehmen musste. Der abschließende Lauf bei strahlendem Sonnenschein (Sonne pur, 30 Grad) begann zunächst gut, jedoch - wie so häufig - wurde es dann schwerer. Ergebnis: Platz 116.“ 

Am gleichen Tag, nur bei gegensätzlichen Witterungsbedingungen gab es die erste Austragung unserer RTF mit dem neuen Termin und neuen Strecken. Wie schon zu unserer CTF im Winter regnete es fast den ganzen Tag, doch immerhin die Temperaturen entschieden sich, im Vergleich zum Januar um ganze 10 Grad zu steigen. Nichtsdestotrotz wagten sich die knapp 60 Teilnehmer auf die 4 verschieden langen Strecken, einige sogar auf die 150 km Distanz rund um das Steinhuder Meer. Gut verpflegt durch unsere tapferen Helfer am Straßenrand kam trotz allem gute Stimmung auf, so hatte die familiäre Gruppengröße auch ihre guten Seiten. Bei anschließendem heißem Kaffee und Bratwurst im Blau-Gelb-Clubhaus konnten sich die Teilnehmer wieder bestens aufwärmen und es kamen noch einige interessante Gespräche zustande.

Auch Helge Mensching war wieder sportlich aktiv unterwegs, ebenso wie Louis im Triathlon, ebenso wie unsere RTFler im Regen. Beim wie immer gut besuchten Altwarmbüchener Triathlon kam er über die olympische Distanz von gut 100 Startern als 19. ins Ziel, der Regen machte ihm nicht viel aus, nach dem Schwimmen ist man sowieso schon nass 😉