Strava Tagebuch

Das Velodrom in Berlin, Ortsteil Prenzlauer Berg,1997 eröffnet, faßt 12.000 Zuschauer und gilt damit als eine der größten Arenen der Hauptstadt. Zuvor befand sich auf diesem Gelände die Werner-Seelenbinder-Halle, vielen aus DDR-Zeiten bekannt. Das Velodrom war Austragungsort der 129. Deutschen Bahnmeisterschaften 2015 für Männer, Frauen und Nachwuchs vom 10. bis 14. Juni mit einem Mammutprogramm von rund 40 Rennen.

 

Die „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“ reiste in kleiner Besetzung an, Trainer Marcin Latussek, Sportlicher Leiter Philipp Ulke und natürlich mit dem Bahnspezialisten Leo Appelt, der von seinem Vater begleitet wurde. Leo startete am Mittwoch in seiner Spezialdisziplin, der 3.000m Einerverfolgung. Bei dieser Disziplin fahren zwei Sportler gegeneinander, die jeweils von den gegenüberliegenden Geraden der Bahn starten. Sieger ist, wer seinen Gegner einholt oder die bessere Zeit erzielt. Der Gesamtsieger wird über mehrere K.o.-Runden im Finale ermittelt.

In seinem Vorlauf am Morgen sorgte Leo Appelt für einen Paukenschlag. Er pulverisierte alle von seinen Konkurrenten in der Qualifikation gefahrenen Zeiten und erzielte mit 3:16,848 einen neuen Deutschen Rekord, der bisher bei 3:17,199 lag.

Leo war auch im Finale um Gold nicht zu schlagen und kam mit 3:16,877 Minuten Fahrzeit fast noch einmal an seinen Rekord heran. Er hätte ihn sicher noch verbessert, wenn er nicht seinen Finalgegner überholt hätte, was seine große Überlegenheit beweist. Silber erzielte der Hannoveraner Richard Banusch (RSC Cottbus) der 3:27,464 Minuten benötigte. Dritter wurde Bastian Flicke (PSV 1893 Forst/3:26,462) in einem engen Duell gegen Max Kanter (RSC Cottbus/ 3:26,886).

Sowohl im Team als auch bei den Blau-Gelben herrscht natürlich große Freude über Leos jetzt insgesamt neunte Deutsche Meisterschaft.